Leben des Fürsten der
Gläubigen ‘Ali ibn Abi Talib
Der Fürst der Gläubigen und die Dschinn
Die
Historiker (hamalat al-athar wa ruwat al-achbar) haben auch
das Ereignis mit der Schlange berichtet, und das Wunderzeichen
und die wundersame Natur darin gleicht dem Ereignis des
Sprechens der Fische sowie dem des Absinkens des Wassers des
Euphrat. Sie berichteten:
Der Fürst der Gläubigen predigte eines
Tages auf der Kanzel (der Moschee) von Kufa, als eine Schlange
neben der Kanzel erschien und hochzuklettern begann, bis sie
sich dem Fürsten der Gläubigen (a.) genähert hatte. Die Leute
zitterten vor Angst darüber, und sie hatten Sorge, was die
Schlange vorhatte und waren bemüht, sie vom Fürsten der
Gläubigen (a.) wegzutreiben. (Jedoch) er machte ihnen ein
Zeichen, dass sie von ihr wegbleiben sollten. Als sie die
erhöhte Stelle erreicht hatte, auf der der Fürst der Gläubigen
(a.) stand, beugte er sich zur Schlange hinunter. Die Schlange
streckte sich nach ihm hoch, so dass sie in sein Ohr hätte
beißen können. Die Leute verstummten und waren verwirrt
darüber, und es gab ein krächzendes Geräusch, das viele von
ihnen hörten. Dann bewegte sie sich von ihrem Platz weg, und
der Fürst der Gläubigen (a.) bewegte seine Lippen und es war,
als ob die Schlange ihm zuhörte. Dann verschwand sie wie vom
Erdboden verschluckt. Der Fürst der Gläubigen (a.) kehrte zu
seiner Predigt zurück und beendete sie. Als er sie beendet
hatte und herabgestiegen war, versammelten sich die Menschen
um ihn und fragten ihn nach den Umständen um die Schlange und
dem Wunder darin. Er sagte ihnen: „Es ist nicht so, wie ihr
vermutet habt. Sie war einer der Richter der Dschinn, den eine
Angelegenheit verwirrt hatte. Sie kam zu mir, um mich danach
zu fragen, und ich informierte sie darüber. Sie betete um
Gutes für mich und ging fort.“
Oft halten die Unwissenden unter den
Menschen die Erscheinung von Dschinn in Gestalt von Tieren,
die nicht sprechen können, für unmöglich. (Jedoch) war dieses
wohlbekannt bei den Arabern vor der Berufung (des Propheten,
s.) und danach, und Berichte der Leute des Islams darüber
sprechen dafür. Das liegt auch nicht ferner als der Bericht,
über den die Leute der Qibla
übereinstimmen über (die Erscheinung) Iblis´ vor den Menschen
im Versammlungshaus (dar an-nadwa) in Gestalt eines alten
Mannes von den Leuten des Nadschd sowie über seine
Übereinkunft mit ihnen, gegen den Gesandten Allahs (s.) ein
Komplott zu schmieden, und wie er den Götzendienern bei der
Schlacht von Badr in Gestalt von Saraqa ibn Dschu´scham
al-Mudlidschi erschien und sagte: „Keiner von den Menschen
soll heute etwas wider euch vermögen, und ich bin eure
Stütze.“
Allah, Der Erhabene, sagte: „Als dann
aber die beiden Heerscharen einander ansichtig wurden, da
wandte er sich rückwärts auf seinen Fersen und sprach: ‚Ich
habe nichts mit euch zu schaffen; ich sehe, was ihr nicht
seht. Ich fürchte Allah; und Allah ist streng im Strafen.’“
Alle, die versuchen, in dem, was wir von
diesen Zeichen erwähnten, Fehler zu finden, sagen darüber
nichts anderes als die Ketzer und die (verschiedenen) Gruppen
der Ungläubigen von den Gegnern der (islamischen) Nation. Sie
suchen Fehler darin in der gleichen Art, wie sie auch bei den
Wundern des Propheten (s.) Fehler gesucht haben. Jeder von
ihnen bezieht sich auf die Einwände der Brahmanen und der
Atheisten in den Zeichen der Gesandten (Allahs), Friede sei
mit ihnen, und das Argument gegen sie ist die Dauerhaftigkeit
des Prophetentums und die Richtigkeit der Wunder der Gesandten
Allahs (a.).