Umm Salama
war eine der späteren Ehefrauen des
Propheten Muhammad (s.) und somit gehörte sie zu den
Müttern der Gläubigen. Ihr
eigentlicher Name war Hind bint Abu Umayya [هند بنت أبي أمية].
Sie wurde ursprünglich auch Hind al-Machzumiya und Hind bint
Suhail genannt. Ihr Ehrentitel war Zad al-Rakib.Umm Salama
und ihr erster Ehemann
Abdullah ibn Abdulasad gehörten zu den Ersten, die den
Islam
annahmen. Sie wanderte nach
Abessinien aus und musste im
Zusammenhang mit der anschließenden
Auswanderung nach
Medina große
Schwierigkeiten seitens ihres Stammes der
Quraisch, ertragen. Ihr erster Mann erlag den Verletzungen
aus der Schlacht von
Uhud.
Nach der
Wartezeit [iddah] hielten
Abu
Bakr und
Umar ibn Chatab um ihre Hand an, aber sie lehnte ab. Als
Prophet Muhammad (s.)
sie fragte, nahm sie im Alter von 29 Jahren dankbar an.
Prophet Muhammad (s.)
nahm sie und ihre vier Kinder Salama, Umar, Zainab und Durra in seine Familie auf.
Nach manchen Quellen hatte sie bei der Heirat drei Kinder und
das vierte wurde kurz danach geboren.
Durch ihre Besonnenheit und
ihre klugen Ratschläge spielte sie eine entscheidende Rolle beim Vertragsschluss
von Hudaibiya. Sie begleitete den
Propheten Muhammad (s.) bei mehreren
Verteidigungsschlachten und
gehörte zu den Lehrerinnen der Gemeinschaft. Ihre Tochter Zainab wurde später
eine der besten Gelehrten ihrer Zeit.
Die
Ahl-ul-Bait (a.) schenkten ihr immer großes Vertrauen.
Prophet Muhammad (s.)
hatte ihr vor seinem
Ableben ein Gefäß mit Erde gegeben und sie drauf
hingewiesen, dass an dem Tag, an dem sich jene Erde rot färben
würde, man den Enkel des
Propheten Muhammad (s.) ermordet haben würde. Gemäß der
Überlieferung färbte sich die Erde rot am Tag von
Aschura.
Wahrscheinlich reiste Umm Salama nach
Damaskus, um die
Karawane der Überlebenden von
Kerbela zu empfangen, wo sie dann auch selbst gestorben
ist. Ihr Grab ist auf dem
Bab al-Saghir Friedhof.