Die Tarichaneh-Moschee war ein ehemaliger Feuertempel in
Damghan aus der Zeit der Sassaniden und wurde nach der Annahme
des
Islam im Land in eine
Moschee umgewandelt. Sie gilt als die älteste
Moschee im
Iran.
Die Grundsteine wurden bereits ca. im 8 Jh. n.Chr. gelegt, lange vor dem
Islam.
Gemessen an dieser Bauzeit könnte sie als ältestes Gebäude der
Welt, welches später in eine
Moschee umgewandelt wurde, angesehen werden.
Der Baustil gilt als bedeutsam, da sich der
arabisch-islamische Stil mit dem Vorbau der Sassaniden
gemischt hat. Heute existiert nur eine Ruine der
Moschee. Insbesondere die Gewölbe mit 18 Säulen in
Gebetsrichtung [qibla] sind noch gut erhalten. Sie ist
zusammen mit der Nayeem Moschee in
Isfahan die einzige
Moschee im
Iran,
in der der Baustil aus
Medina
umgesetzt wurde. Das später errichtete
Minarett soll von den
Seldschuken erbaut worden sein. Die Fliesen-Arbeit an der
Spitze des
Minaretts gilt als die älteste Fliesen-Arbeit der
islamischen Architektur.
Das Prefix "Tari" bedeutet im
Mongolischen "Gott"
und "Chaneh" ist die
persische Bezeichnung für Haus; somit ist die Bedeutung
Gotteshaus.