| Das Songhaireich war vom frühen 15. bis zum späten 16. Jh.
n.Chr. eines der größten afrikanischen
Herrschaftsgebiete auf dem afrikanischen Kontinent.
Die zentral verwaltete Macht des Reiches am Niger wurde von
der Hauptstadt Gao aus ausgeübt, welche zuvor Zentrum des
Gaoreiches war. Das Songhaireich dehnte das Herrschaftsgebiet
von dort im Osten bis zu den Hausastädten Kano und Katsina aus
und im Westen bis an die heutige Grenze Senegals aus. Der Name
des Reiches stammt von seiner dominierenden Gruppe, den
Songhai. Als bedeutsamste Quelle zum Songhaireich gilt das
Tarich Sudan.
Die Herrscher der Songhai waren
 | Sonni Ali (1464-1492 n.Chr.) |
 | Mohommed Ture (1493-1528 n.Chr.) |
 | Musa (1528-1531 n.Chr.) |
 | Askia Mohammad Benkan (1531-1537 n.Chr.) |
 | Isma'il (1537-1539 n.Chr.) |
 | Ishaq I. (1539-1549 n.Chr.) |
 | Dawud (1549-1582 n.Chr.) |
 | (Al-Hadsch (1582-1586 n.Chr.) |
 | Askia Muhammed Bana (1586-1588 n.Chr.) |
 | Ishaq II. (1588-1591 n.Chr.) |
Die Dynastie fand am 16. Oktober 1590 ihr Ende, als
Ahmad al-Mansur einen Bürgerkrieg im Süden
zur eigenen Machterweiterung nutzte und das Songhaireich mit nur
4000 eigenen Soldaten unter der Führung von Spaniard Judar
Pascha gegen 40.000 Soldaten besiegte.
Ahmads Truppen verfügten über
die absolut überlegene Waffentechnik bei der Schlacht von
Tondibi. Timbuktu und Djenne standen fortan unter seiner
Kontrolle, wie auch die Hauptstadt Gao. |