Schahabadi
  Mirza Muhammad Ali Schahabadi

Aussprache:
arabisch:
persisch:
شاه آبادی
englisch: Mirze M. A. Shahabaadiy

1292 - 1369 n.d.H.
1875 - 1950 n.Chr.

Ayatollah Mirza Muhammad Ali Schahabadi gilt als einer der größten islamischen Gelehrten [faqih] des 20. Jahrhundert und war u.a. Lehrer von Imam Chomeini.

Mirza Muhammad Ali Schahabadi ist in Isfahan in eine Gelehrtenfamilie geboren. Die Grundlagen des Islam lehrte ihm sein Vater. Die fortgeschrittenen Lehren erhielt er in Nadschaf. Zu seinen Lehrern gehörte Mirza Haschim Chwansari, Mirza Hasan Aschtiyani, Mirza Hashim Gilani, Mirza Abul Hasan Dschilwa, Achund Churasani, Scheichh al-Scharia Isfahani und Mirza Muhammad Taqi Schirazi. Neben seinen islamischen Lehren hatte er sich zudem in die Mathematik vertieft und Französisch gelernt. In islamischer Geschichte galt er als Spezialist der Ahl-ul-Bait (a.) mit besonderer Kenntnis über Fatima (a.).

Zurück im Iran in 1347 n.d.H. lehrte er am neu aufgebauten Seminar in Qum. Ab 1354 n.d.H. lehrte Ayatollah Schahabadi islamische Rechtswissenschaft und Stamm der Religion [usul-ad-din] in Teheran. Zu seinen Schülern jener Zeit gehörte u.a. Imam Chomeini, den er vor allem Philosophie teilweise in Privatstunden lehrte. Allein sechs Jahre lernte Imam Chomeini Erkenntnistheorie bei seinem Lehrer. Imam Chomeini dankte es ihm durch zahlreiche Ehrungen; so erwähnte Imam Chomeini ihn in seiner Abhandlung über die Große Anstrengung [dschihad]. Ayatollah Schahabadi gilt auch als derjenige, der ihn in der Mystik vertieft hat.

Zu Schahabadis Werken gehören Bücher in sehr unterschiedlichen Disziplinen, u.a.:

bulletMisbah al-Hidaya
bulletAraba'in Hadith
bulletTa'liqah 'Ala Scharh Fusus al-Hikam
bulletTa'liqah 'Ala Scharh Misbah al-Uns.

Er stand im Widerstand zum Schah.

Schahabadi starb am 3. Safar 1369 n.d.H.. Er wurde in Ray, im heutigen Teheran im Schrein des  Abdulazim beigesetzt.