Samara (oder Samra) ibn Dschunda war ein Zeitzeuge des
Propheten Muhammad (s.). Auf sein Fehlverhalten und die
damit zusammenhängenden
Überlieferungen werden eine Reihen von Regeln im
Islam
bezüglich verantwortlichem Umgang mit Eigentum zurückgeführt.In
Medina gab es einen Palmenhain, in dem einige Bäume
Samara ibn Dschunda anderen gehörten als dem Eigentümer des Bodens,
auf dem der Baum stand. Nur ein Weg führte durch diesen Hain hindurch. An
diesem stand das Haus eines
Gefährten des Propheten
(s.). Es war also so, dass sowohl der Besitzer der
Palmen Anspruch auf die Nutzung dieses Weges hatte, als auch
der Eigentümer des Hauses, der zudem das Recht hatte, dass
seine Familie respektiert und nicht belästigt wurde.
Samara ibn Dschunda hielt sich nicht an diese Regelung. Er
hatte die Bewohner jenes Hauses, das
an dem Weg in jenem Garten stand, bereits mehrere Male
aufgeschreckt und in Angst und Sorge versetzt. Der Hauseigentümer,
einer der
Helfer
[ansar], bat Samara daraufhin freundlich, in
Zukunft Rücksicht zu nehmen, auf Takt und Höflichkeit zu
achten, anzuklopfen, bevor er durch den Hof gehen wolle und
seine Blicke nicht überall hineilen zu lassen. Samara jedoch
kümmerte sich nicht um diese Worte.
Der Hausherr beklagte sich bei
Prophet Muhammad (s.). Dieser ermahnte Samara. Der aber
hielt sich nicht an die Ermahnung.
Prophet Muhammad (s.) schlug ihm daraufhin vor, seine Palmen
mit anderen Palmen, die an einem anderen Ort standen,
auszutauschen. Samara war nicht einverstanden. Man
riet ihm, seine Palmen zu verkaufen und andere, an anderer
Stelle, zu kaufen. Aber auch auf diesen Vorschlag ging er
nicht ein. Man
bot ihm einen hohen Preis für seine Bäume an, viel höher, als
sie eigentlich wert waren, doch er war nicht bereit dazu. Er belästigte und störte weiterhin die
Bewohner jenes
Hauses.
Schlussendlich wies der
Prophet Muhammad (s.) die
Muslime an, die Bäume auszuheben
und aus dem Palmenhain herausbringen zu lassen. Samara solle
mit ihnen machen, was er wolle.
Samara blieb der uneinsichtige
und feindselige Mann, der er war. Er ist der, der bekannt
wurde für Habsucht, Heuchelei und Zwietracht-Säen. Auch
nach dem Tode des Propheten setzte er mit seinen
Dreistigkeiten fort und war ein heftiger Gegner
Imam Alis (a.). Zu Zeiten der Herrschaft
Muawiyas erlog er "Prophetenworte", zugunsten des
Ibn Muldschams, wofür er bezahlt wurde.
Bei dem Geschehen zu
Aschura unterstützte er
eifrig
Yazid ibn Muawiya und kam schließlich bei
einem schweren Brand ums Leben.