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Salimiyya
Aussprache:
arabisch:
persisch: سلیمیه
englisch: Salimiya
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| Die Salmiyya gilt al eine theologische Schule bzw.
Denkrichtung mit Neigung zur
Mystik
[tasawwuf]. Sie ist im 3. und 4. Jh.
n.d.H. unter den
Malikiten in
Basra
entstanden. Als Gründer gilt Sahl al-Tustari (gest. 283
n.d.H. / 896 n.Chr.). Der Name der Denkschule geht auf
seinen Hauptschüler Abdullah Muhammad ibn Salim (297
n.d.H. / 909 n.Chr.) und dessen Sohn Abulhasan Ahmad ibn
Salim zurück.
Die hauptsächlichsten Lehrsätze der nicht mehr bestehenden
Denkschule der SaIimiya sind durch ihre
hanbalitischen Gegner und deren schriftlich
dokumentierte Kritik ansatzweise erhalten geblieben. Dazu
zählen:
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ALLAH erschafft unaufhörlich, in jedem Augenblick; sein
— seinerseits unerschaffener Schöpfungsakt macht ihn überall
gleichmäßig gegenwärtig |
 | Gott hat einen unerschaffenen Willen [maschia] und
erschaffene Entschlüsse [irada]. Dadurch werden die
Verfehlungen der
Geschöpfe ausgelöst, ohne dass er ihr Verschulden will.
Auch
Satan, Teufel [schaitan] hat sich
ALLAH
unterworfen. Am
Tag des Gerichts würde
ALLAH
in einer menschlichen und allen
Geschöpfen unmittelbar verständlichen Gestalt
erscheinen; eine Vorstellung die heute noch bei vielen
Sunniten vertreten aber von der
Schia
abgelehnt wird. |
 | Für den
Gläubigen [mumin] besteht die
mystische Vereinigung mit
ALLAH
darin, seiner Persönlichkeit, seines göttlichen "Ich"
bewusst zu werden, in dem Maß, in dem es ihm von aller
Ewigkeit her verliehen worden ist. |
Während die Denkschule als solche nicht mehr existiert,
haben viele Einzelaspekte bis heute überlebt. |
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