Ayatollah Muhammad Muhammadi Rayschahri ist ein
Geistlicher der
Islamischen Republik Iran, der unter anderen erster
Minister für Nachrichtendienste und Nationale Sicherheit des
Landes.Er ist 1946 geboren und war in der Zeit vom 18.
August 1984 bis 1989 der erste Minister für Nachrichtendienste
und Nationale Sicherheit des damals neu eingerichteten
Ministeriums in der
Islamischen Republik Iran. Zuvor war er unter anderem
vorsitzenden Richter des revolutionären Militärgerichts, dass
die Todesurteile gegen einige Generäle beim
Nosche Putschversuch ausgesprochen hat. Rayschahri war
maßgeblich an der Aufdeckung beteiligt. Später hat er auch die
Skandale um Mahdi Haschemi aufgedeckt, was zum Rückzug von
Hossein Ali Montazeri führte.
1990 wurde Rayschahri von
Imam
Chamene'i zum ersten Vorsitzender des Sondergerichts für
die Geistlichkeit berufen. 1997 trat Rayschahri als Kandidat
zu den Präsidentschaftswahlen an, verlor aber klar gegen
Seyyid Muhammad Chatami.
Ayatollah Rayschahri ist seit 1968 mit einer Tochter von
Ayatollah Ali Akbar Mischkini verheiratet. Sein Titel "Rayschahri"
(aus Ray)
soll darauf zurück zu führen sein, dass
Ayatollah Mischkini ihn so gerufen hat.
Er ist auch als Autor bekannt, der Tausende von
Überlieferungen der
Ahl-ul-Bait (a.) in seinem Buch "Mizan al-Hikmah"
zusammengefasst hat. Er gilt als treuer Anhänger von
Imam
Chamene'i.