Nasir ad-Din bei Tiberias war ein Dorf in
Palästina und Vorort von
Tiberias, das nach dem zionistischen Einmarsch 1948
vernichtet wurde.Das Dorf ist benannt nach einem
gleichnamigen Feldherrn der
Ayyubiden, dessen Schrein sich im Dorf befindet. In einem
zweiten Schrein befindet sich Scheich al-Qaddumi. Dabei soll
es sich um einen Helden der
Muslime handeln, der gegen die
Kreuzfahrer gekämpft hat.
Die Stadt verfügte über zahlreiche Brunnen, die die
britischen Kolonialsten beim Einmarsch unter ihre Kontrolle
gebracht haben. Die Bewohner der Stadt waren zumeist
Muslime, die sich in der Landwirtschaft engagiert haben.
Am 13. und 14.4.1948 drangen zionistische Truppen von
Haganah und Irgun als arabische Kämpfer verkleideten in das
Dorf ein. Als die Einwohner die scheinbar eigenen Soldaten
sahen, kamen sie ihnen entgegen, um sie zu begrüßen. Diese
eröffneten das Feuer und töteten einen Großteil der
Dorfbevölkerung. Nur 40 Menschen haben das als Nasir
ad-Din-Massaker bekannte Ereignis überlebt und sind nach
Tiberias geflohen. Danach wurden bis zum 23.4.1948 alle
Häuser des Dorfes Nasir ad-Din zerstört und damit das Dorf
ausgelöscht. Auch flohen viele
Muslime aus
Tiberias aufgeschreckt durch die Schilderungen.
In den späteren zionistischen Darstellungen gab es kein
Massaker sondern einen angeblichen Widerstand, der besiegt
wurde. Diese Behauptung wird aufrecht erhalten, obwohl kein
einziger zionistischer Soldat getötet wurde.