Muhammad H. Naini
Ayatollah Muhammad Husain Naini

Aussprache: muhammad husayn na-ini
arabisch:
persisch:
englisch:
Muhammad Husain Na'ini

1850 - 1936 n.Chr.

Scheich Muhammad Husain Naini war einer der höchsten Gelehrten seiner Zeit im Iran und Irak. Versuche des damaligen Schah Reza Pahlavi ihn für die Verwestlichung des Staates zu gewinnen scheiterten an seinem Widerstand.

Er forderte vielmehr eine Art konstitutionelle Herrschaft des Islam, unabhängig davon, welches System der Staat hatte. Diese "begrenzte" Forderung war im Kontext seiner Zeit als sehr weitreichend einzustufen. Damit war er einer der Wegbereiter der weit über seine eigenen veröffentlichen Vorstellungen hinausgehenden Konzeption der Statthalter der Rechtsgelehrten [waliy-ul-faqih]. Ayatollah Naini, der Wurzeln im Libanon hat, schrieb seine Werke in Arabisch. Sie wurden erst später unter anderem von Ayatollah Mahmud Taleghani ins Persische übersetzt und kommentiert.

Zu Ayatollah Nainis bekanntesten Studenten gehört Allama Sayyid Muhammad Husain Tabatabai, den er sieben Jahre lang in Rechtsprechung lehrte.