Scheich Muhammad Husain Naini war einer der höchsten
Gelehrten seiner Zeit im
Iran
und Irak.
Versuche des damaligen
Schah Reza Pahlavi ihn für die Verwestlichung des Staates
zu gewinnen scheiterten an seinem Widerstand.
Er forderte vielmehr eine Art konstitutionelle Herrschaft
des
Islam, unabhängig davon, welches System der Staat hatte.
Diese "begrenzte" Forderung war im Kontext seiner Zeit als
sehr weitreichend einzustufen. Damit war er einer der
Wegbereiter der weit über seine eigenen veröffentlichen
Vorstellungen hinausgehenden Konzeption der
Statthalter der Rechtsgelehrten [waliy-ul-faqih].
Ayatollah Naini, der Wurzeln im
Libanon hat, schrieb seine Werke in
Arabisch. Sie wurden erst später unter anderem von
Ayatollah Mahmud Taleghani ins
Persische übersetzt und kommentiert.
Zu Ayatollah Nainis bekanntesten Studenten gehört
Allama Sayyid Muhammad Husain Tabatabai, den er sieben
Jahre lang in Rechtsprechung lehrte.