Dschafar Al-Mutawakkil Ala-Allah ibn al-Mutasim war der zehnte
Kalif
der
Abbasiden und herrschte 847-861 n.Chr. in
Sammara.
Mutawakkil war Sohn von
Mu'tasim
und einer persischen Ehefrau. Nachdem er seinem Bruder
Wathiq
auf den Thron gefolgt war, versuchte er den starken Einfluss
der
Mamluken in Heer und Verwaltung einzuschränken. Um sich
die Unterstützung der Bevölkerung und vor allem der
Geistlichkeit zu sichern, hob er 849 n.Chr. die von
Mamun
eingeführte Staatsdoktrin der
Mutazila
wieder auf. Und die
Schiiten wurden zunehmend unterdrückt. In diesem
Zusammenhang ließ Mutawakkil z.B. das Mausoleum von
Imam Husain (a.) in
Kerbela zerstören. Stattdessen errichtete er die
monumentale
Abu Dulaf Moschee in
Sammara, von der heute nur noch eine Ruine übrig ist. Sein
Hass auf die
Ahl-ul-Bait (a.) drückte sich auch in seinem Verhalten
gegenüber
Ibn
Sakit aus.
Die Zurückdrängung der
Mamluken
scheiterte aber, da er wegen Unruhen in
Schaam
und
Ägypten auf die
Mamluken
zur Unterdrückung der Aufstände angewiesen war. Auch die
Verlegung der Residenz von
Sammara nach
Damaskus wurde von den
Mamluken
verhindert. Unter seiner Herrschaft erhielt das Wesirat
endgültig die Funktion der zentralen Leitung der
Regierungsgeschäfte.
Als Mutawakkil seinen designierten Thronfolger
Muntasir
zu Gunsten von al-Mu'taz
verdrängen und gleichzeitig die Einkünfte einiger Heerführer
beschneiden wollte, wurde er durch eine Verschwörung durch
Muntasir
und jener Offiziere gestürzt und am 8.12.861 n.Chr. ermordet.
Daraufhin brachen heftige Machtkämpfe zwischen den
Interessengruppen in
Sammara aus.
Einstmals hat
Imam Ali
al-Hadi al Naqi (a.) ihm auf sein Drängen hin ein
Gedicht als Warnung vorgetragen: