Imam Muhammad ibn Ali al-Dschawad (a.) auch bekannt als
Muhammad al-Taqi [امام محمد التقي] ist der neunte
Imam
der
Zwölf Imame.
Er war der Sohn von
Imam Ali Ridha (a.). Seine Mutter war die ehemalige
nubische Sklavin namens Sabika. Sein Beiname [kunya] war Abu
Dschafar.
Er (a.) wurde nach dem
Buch der Rechtleitung [kitab-ul-irschad] im Monat
Ramadan (oft wird der 19. angegeben) im Jahre 195
n.d.H. (811 n.Chr.) geboren, nach anderen öfter
angegebenen Quellen am 10.
Radschab. Er wurde
Märtyrer im Monat
Dhul-Qada (29. oder 26.) im Jahre 220 (835) in
Bagdad
im Alter von 25 Jahren. Die Dauer seines
Imamat
als Nachfolger seines Vaters dauerte nach ihm 17 Jahre.
Der
Kalif der
Abbasiden hatte eine gewisse Zuneigung zu Imam Dschawad
(a.) aufgrund der großen Tugenden, die er von ihm trotz seines
geringen Alters sah, wegen des Wissens, der Weisheit und der
Vollkommenheit des Verstandes, die er erreichte und in denen
niemand der Gelehrten seiner Zeit ihm gleichkam. Daher
verheiratete Mamun ihn mit seiner Tochter Umm al-Fadhl. Imam
Dschawad (a.) nahm sie mit nach Medina.
Imam Dschawad starb zwei Tage vor Ende des Monats
Dhul-Qada
im Jahre 220
n.d.H. (835 n.Chr.) in Bagdad. Er wurde vorher von
Mu'tasim
aus
Medina vertrieben und gemäß unterschiedlichen Berichten
von letzterem vergiftet. Sein Grab liegt in
Kazimein. Er starb im Alter von 25 Jahren und einigen
Monaten. Er wurde als „der Auserwählte“ [al-muntachab]
betitelt und als der, „der (Allahs) zufrieden gestellt hat“ [al-murtadha].
Er hinterließ seine Kinder Ali, den Imam nach ihm, Musa und
seine beiden Töchter Fatima und Umama.