Muhammad-Taqi Misbah Yazdi ist ein bedeutsamer
Geistlicher [ulama] in der
Islamischen Republik Iran.Er ist 1934 in
Yazd
(daher der
Beiname) geboren. Mit 18 Jahren begann er das Studium der
Theologie in
Qum
und studierte bis 1960 u.a. bei
Imam
Chomeini und
Allama Tabatabai. Zu seinen Spezialgebieten gehört die
Qur'an-Exegese und die Philosophie von
Ibn
Sina und
Mulla
Sadra. Gut 15 Jahre lernte er
islamische Rechtswissenschaft bei
Ayatollah Bahdschat Fumani.
Die letzten 10 Jahre vor dem Sieg der
Islamischen Revolution gehörte er zu einem Kreis mit
Ayatollah Beheschti,
Ayatollah Ahmad Dschannati und Ayatullah Ali Quddusi, die
die Madrasa Haqqani leiteten und gegen das Schah-Regime
demonstrierten.
1975 übernahm er eine Lehrstelle in der Bildungsabteilung
des Dar Rah-i Haqq-Institutes an. Inzwischen ist er Leiter des
ebenfalls in
Qum
ansässigen Imam-Chomeini-Forschungsinstituts, Zentrum für islamische
Bildung und wissenschaftliche Studien (Qabas).
Aufgrund seiner besonderen Treue zur
Islamischen Revolution und zum
Statthalter der Rechtsgelehrten [waliy-ul-faqih] ist er
besonders den Verleumdungen der Medien der
Westlichen Welt ausgesetzt.
Seit 1990 ist er Mitglied der
Expertenversammlung [madschlis-e-chobregaan] als Vertreter
Chuzestans. Er ist einer der Vorbeter des
Freitagsgebets [salat-ul-dschuma] von
Teheran und Autor zahlreicher Bücher.
Bei einem Besuch im
Libanon traf er auch
Seyyid Hassan Nasrullah (siehe Foto unten).

