Maria die
Koptin (Qibtiyya) war eine
Koptin
aus
Ägypten und wurde Ehefrau von
Prophet
Muhammad (s.).
Ihr Vater gehörte der
koptischen Gemeinde
an, wobei unklar ist, welche Religion er hatte, da damals ein
Kopte
nicht unbedingt
Christ war. Ihre Mutter war eine römische Katholikin.
Nachdem
Prophet
Muhammad (s.) dem
byzantinischen Statthalter von
Ägypten Muqawqis einen Brief geschickt hatte, in dem er
ihn einlud, den
Islam
anzunehmen, schrieb dieser zurück, gab aber nur ausweichende
Antwort. Zusammen mit seiner Antwort sandte er ihm Geschenke,
darunter die beiden Sklavinnen und Schwestern Maria und Sirin.
Prophet
Muhammad (s.) schenkte ihnen die Freiheit und bot Maria
die Heirat an. Maria nahm das Angebot an und Sirin heiratete
Hasan ibn Thabit.
Die Eifersucht von
Aischa bint Abu Bakr und
Hafsa bint Omar ibn Al-Chattab gegenüber Maria führte zu
einigen Auseinandersetzungen mit
Prophet
Muhammad (s.) und letztendlich seinem Rückzug für einen
Monat von seinen Frauen.
Der Sohn, den Maria im Jahre 630 n. Chr. gebar, wurde
Ibrahim genannt. Er erkrankte aber im Kindesalter an einer
lebensbedrohlichen Krankheit. Trotz hingebungsvoller Pflege
von Maria und Tante Sirin starb er am 27. Januar 632 in den
Armen
Prophet Muhammads (s.). Kurz nach dem Tod fand eine
Sonnenfinsternis statt. Als manche da einen Zusammenhang sehen
wollten, widersprach Mohammed, Sonne und Mond seien zwei
Zeichen Allahs und richten sich nicht nach dem Tod eines
Menschen.
Während einige
Überlieferungen versuchen Maria so darzustellen, dass sie
nicht zum
Islam
konvertiert sei, ist eher davon auszugehen, dass sie vor der
Eheschließung
Muslima
geworden ist und derartige Überlieferungen nur dazu dienen,
die Stellung anderer Ehefrauen zu erhöhen.Maria die Koptin
starb 16
n.d.H..