Abdul Qasim Mahmud ibn Sebük Tigin,
bekannt als Mahmud von Ghazni, ist Gründer und Herrscher
(999-1030) der Dynastie der
Ghaznawiden auf dem Gebiet
des heutigen
Afghanistan.
Er wurde 971 n.Chr. in
Buchara als Sohn des Sebük Tigin geboren, eines türkischen
Bedienstete, der unter
seinen Herren, den iranischen
Samaniden, zum Emir von Ghazni
(südlich von
Kabul)
aufgestiegen ist. Mahmud selbst wurde nach
dem Tod seines Vaters 999 n.Chr. vom
Kalifen in
Bagdad zum
Sultan
ernannt. Zwischen 1001 und 1026
n.Chr. unternahm er insgesamt 17 Eroberungszüge nach Nordindien, wo er bis
nach Bihar und nach Gujarat vordrang, und erbeutete dort große
Schätze aus Tempeln und Palästen.
Mit dem geraubten Gütern baute
er Ghazni zu einer der prächtigsten und größten Städte der
damaligen Zeit aus. Er ließ zahlreiche
Moscheen errichten und
machte seinen Palast zu einem glänzenden Mittelpunkt von
Kunst, Literatur und Wissenschaft. An seinem Hof lebte und
arbeitete u.a.
Ferdowsi, der
hier sein berühmtes
Schahname schrieb, sowie
Al-Biruni. Sultan
Mahmud starb am 30. April 1030 in Ghazni. Mit seiner Eroberung
des Punjab begann der
Islam
im heutigen
Pakistan Fuß zu fassen. Daher hat das moderne
Pakistan eine seiner Raketen nach ihm benannt.