Fatma Kölling
Fatma Kölling

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1.11.1922 - heute

Ingeborg Anna Elizabeth Kölling, unter Muslimen bekannt als Fatma I. Kölling, gehört zu den ersten deutschen Muslimen nach dem zweiten Weltkrieg und hat die deutschsprachige muslimische Szene durch ihre Übersetzungen und Arbeiten maßgeblich mitgeprägt.

Ingeborg Kölling ist geboren am 1.11.1922 in eine katholische Familie. Zwei Brüder sind früh gestorben, einer als Kind und einer als Flaghelfer während des Zweiten Weltkrieges. Eine fehlerhafte Operation nach einem Sportunfall führt dazu, dass sie gehbehindert bleibt. Nach einem längren Frankreichaufenthalt und der Rückkehr nach Deutschland, wollte sie ca. 1940 Novizin werden und  beschäftigte sich intensiver mit Religion, was in der Folge dazu führte, dass sie ca. 1952 Muslima wurde und sie den Namen "Fatma" eine türkisierte Variante von Fatima annahm.

In der Folge engagierte Sie sich für deutschsprachige Muslime, half dabei zahlreiche Werke zu übersetzen und arbeitete u.a. für das Islamische Zentrum München. Hierbei kamen insbesondere ihre Sprachkenntnisse zugute, da sie neben ihrer Muttersprache Englisch, Französisch, Latein, Spanisch und Türkisch beherrscht. Letzteres kam ihr zugute, als sie minderbemittelten türkischen Kindern mittels privater Nachhilfe den Schulabschluss ermöglichte.

Neben ihren Übersetzungsarbeiten ist sie vor allem auch für ihre zahllosen Gedichte bekannt, die Sie bereits vor der Annahme des Islam geschrieben hat.

Am 14.6.1987 verstarb ihr Vater Adolf Kölling, wozu sie dichtete:

Was aus Schmerzen kam war Vorübergehend,
Und mein Ohr vernahm nichts als Lobgesang.

Ihren Lebensabend verbringt Fatma Kölling in einem Seniorenheim in Neuhaus (Bayern) mit wenig Kontakt zu Muslimen.


Beim Tag der Offenen Moschee im Islamischen Zentrum München (1986)


Auf dem Treffen deutschsprachiger Muslime (TDM) 1987 in München am Büchertisch der Islamischen Gemeinschaft in Clausthal

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bullet Gedichte von Fatma Kölling