Der Ishak-Pascha-Palast (türkisch İshak Paşa Sarayı) ist ein
zwischen 1685 und 1784 n.Chr. erbauter und heute in Ruinen
liegender burgähnlicher Palast des Emirs von Doğubeyazıt Çolak
Abdi Pascha und seines Sohnes İshak Pascha II.
Di Ruinen des Palastes liegen im äußersten Osten der
Türkei ca. 6 km von der Stadt Doğubeyazıt entfernt an
einem Berghang. Der Gebäudekomplex vereint armenische,
georgische, persische,
seldschukische und
osmanische Architekturstile.
Auf 7600 m² und zwei Etagen zählte der Palast ursprünglich
366 Zimmer (nach anderen Angaben 116 Zimmer). Die Anlage
verfügte unter anderem über eine
Moschee, ein Hamam, eine zweistöckige Haremsabteilung auf
50 m x 115 m, eine Bibliothek, einen Kerker und ein Grabmal,
in dem auch die Erbauer bestattet wurden, sowie eine
Zentralheizung, fließendes Wasser und ein Abwassersystem.
Die alten vergoldeten Tore wurden unter russischer
Herrschaft Anfang des 20. Jahrhunderts entfernt und befinden
sich heute in der Eremitage in Sankt Petersburg. Unterhalb des
Palastes liegen die Überreste einer auf die Zeit um 800 v.
Chr. datierten urartäischen Siedlung mit dem Namen Altes
Beyazıt (Eski Beyazıt).
Ursprünglich war der Palast das Zentrum einer Ortschaft mit
zahlreichen Gebäuen, die allerdings allesamt zerstört sind.
In der Nachbarschaft des Palastes befindet sich das Grab
des Dichters Ehmedê Xanî (* um 1651, † 1707), der im 17.
Jahrhundert das kurdische Nationalepos „Mem û Zîn“ schrieb.
Ein maßstabsgetreues Miniaturmodell des
Ishak-Pascha-Palastes ist in
Miniatürk ausgestellt.
Siehe dazu auch
Bildergalerie zum Ishak-Pascha-Palast.