Die Hizbullah (oft auch Hizbullah, Hizb-Allah, Hisbollah oder
Hezbollah geschrieben) ist eine
islamische Organisation im
Libanon, die ab 1982 durch den Zusammenschluss
verschiedener
schiitischer
Gruppen zum Widerstand gegen die israelische Besatzung
entstanden ist. Der Name der Organisation geht auf den im
Heiliger Qur'an beschriebenen
Begriff
Partei ALLAHs
zurück.
Die Hizbullah ist zudem eine politische Partei, die
seit 1992 auch im
libanesischen
Parlament vertreten ist und stellte auch Minister des Landes.
Im Inland ist die Hizbullah vor allem für das sozialpolitische
Engagement, wie z.B. im Bereich Bildung und Gesundheitswesen
bekannt. In der Außenpolitik dominiert der Widerstand gegen
israelische Besatzung.
Ab ca. 1982, kurz nach dem Beginn der Besatzung des Libanon
durch Israel, begannen sich vor allem die
Schiiten im
Libanon zu organisieren, um
zunächst mit sehr einfachen Mitteln widerstand zu leisten. Ab
1985 kam es
Ab 1985 kam es zu von außen provozierten
Auseinandersetzungen zwischen der Hizbullah und der so
genannten Amal-Miliz. Auf Initiative der Hizbullah kam es
immer wieder zur Aussöhnung der beiden Schiitenmilizen.
Die Hizbullah unterhält viele soziale Einrichtungen,
Krankenhäuser, Schulen und Waisenhäuser. Dies führt zur
Unterstützung insbesondere bei der ärmeren Bevölkerung. Mit „Al-Manar-TV“ betreibt die Hisbollah seit 1991 einen
eigenen regionalen Fernsehsender, der in ganz Libanon
empfangen werden kann und täglich 18 Stunden sendet. Seit dem
Jahr 2000 verfügt sie auch über eine Satellitenstation, über
die ein 24-stündiges Programm in die ganze Welt übertragen
wird, nach Europa erfolgte die übertragung über den französischen Satelliten Hotbird
4. Die französische Rundfunkbehörde sperrte die Ausstrahlung
im Dezember 2004 wegen angeblich antisemitischer Inhalte.
Die moralische Unterstützung der Palästinenser ist seit der
Gründung dieser Organisation ein wichtiger Bestandteil ihres
Programms.
Den moralischen Durchbruch und die Anerkennung bei allen
Muslimen aller
Rechtsschulen erhielt die Hizbullah mit der Vertreibung
der israelischen Besatzer aus dem Libanon im Jahr 2000. Der Rückzug wird allerdings als unvollständig
betrachtet, da der Libanon die israelisch besetzten Schebaa-Farmen, als libanesisches Territorium ansieht,
was von Syrien
bestätigt wurde.
Zu einem weiteren Ansehensgewinn in der
muslimischen Welt kam es nach dem so genannten Juli-Krieg.
Am 12. Juli 2006 drangen nach Angaben der libanesischen
Polizei israelische Soldaten nahe Aita
Al-Schaab auf libanesischem Territorium. Angehörige der
Hizbullah stellten sich den israelischen Soldaten entgegen, acht wurden getötet, zwei gefangen genommen.
Israel behauptete hingegen, dass der Zwischenfall auf
israelischem Boden stattgefunden hätte. Israel eröffnete
daraufhin einen Krieg gegen den
Libanon, bei denen überwiegend Zivilisten getötet wurden.
Infolge der UN-Resolution 1701 trat am 14. August um 7:00 Uhr
MESZ ein Waffenstillstand in Kraft, mit dem der Krieg beendet
wurde. In der
muslimischen Welt wurde das als Sieg der Hizbullah
gefeiert.
Die Hizbullah wird von religiösen Gelehrten geleitet, die
zuweilen auch als Generalsekretär bezeichnet werden. Diese
sind: