Hammad ibn Isa al-Dschuhni war ein bekannter
Überlieferer [rawi], der sowohl bei
Sunniten als auch bei
Schiiten als glaubwürdig eingestuft wird.Sein
Geburtsort war
Kufa,
aber er lebte in
Basra.
Er soll von Imam
Imam
Sadiq (a.) ca. siebzig
Überlieferungen des
Propheten Muhammad (s.) gelernt haben, konnte aber gemäß
vorliegender Werke nur 20 davon weitergeben. Er gilt selbst
als Autor einiger Bücher.
Einstmals trat er bei Imam
Imam Kadhim (a.) ein und sagte: "Möge mein Leben Dir
geopfert sein! Bitte bete zu Allah, dass Er mich segnet mit
einem Haus, einer Ehefrau, einem Sohn, einem Diener und einer
Pilgerfahrt in jedem Jahr!"
Imam Kadhim (a.) sagte: "Oh Herr, ich ersuche Dich
Muhammad und seine Familie zu segnen und schenke diesem Mann
ein Haus, eine Ehefrau, einem Sohn, einen Diener und eine
Pilgerfahrt in jedem Jahr 50 Jahre lang." Hammad erzählte:
"Als er für mich betete, 50 Mal die Pilgerfahrt
auszuführen, war ich mir sicher, dass ich danach nicht mehr
leben würde. Ich vollzog die Pilgerfahrt bisher 49 Mal. Und
dies ist mein Haus, da ist meine Ehefrau, die hinter dem
Vorhang uns zuhört, das ist mein Sohn und jener ist mein
Diener. Ich wurde mit all dem gesegnet!"
Zwei Jahre später, nachdem er die Pilgerfahrt 50 Mal
abgeschlossen hatte, nahm er Abu-l Abbas al Naufal al-Qasir
mit auf seine 51. Pilgerfahrt. Als sie die
Weihestätte [miqat] erreichten, an dem die
Pilger
in den
Weihezustand [ihram] eintreten, stieg er in den Fluss
Dschuhfa zum Vollziehen der
rituelle Vollkörperreinigung [ghusl]. Aber die Strömung
überwältigte ihn, und er ertrank bevor er seine 51.
Pilgerfahrt vollziehen konnte. Sein
Ableben erfolgte 209
n.d.H. Er wurde über 70 Jahre alt.
Gemäß
al-Dhahabi ist er 208
n.d.H. ertrunken und er weist drauf hin, dass zahlreiche
Geschichtswerke [sunan] ihn als glaubwürdigen
Überlieferer [rawi] einstufen. Er selbst bezeichnet manche
der
Überlieferungen als "schwach", verwendet sie aber dann
doch in seinen Werken.
Sayyid Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi erwähnt Hammad in
seinem Werk "Die
Konsultation [al-muradschaat]" (in der 16.
Konsultation) als einen der
schiitischen
Überlieferer [rawi], die auch für
Sunniten glaubhaft waren.