Innerhalb dieser vier Zweige bilden sich später zahllose
Unterzweige; am Ende des 19. Jahrhunderts bestand der
Halveti-Orden aus mehr als 50 verschiedenen Bruderschaften,
wobei jede einzelne davon oft für einen eigenständigen
Orden
gehalten wird. Sie praktizieren aber alle die selben
Zeremonien zur
Lobpreisverlesung [dhikr].
Dem Halveti-Orden gehörten auch nennenswerter
Osmanen an, darunter 15
Sultane, sowie der Historiker Dschawdat Pascha (gest. 1825
n.Chr.). Im 19. Jh. n.Chr. gab es in
Istanbul ca. 90
Tekke.
Auch in den europäischen Teilen des
Osmanischen Reiches waren die Halveti-Orden vertreten, so
z.B. in
Sarajevo,
Skopje
und im albanischen Berat.
In der
Türkei sind trotz des offiziellen Verbots durch
Mustafa Kemal Atatürk im Jahr 1925, Derwischzentren zu
unterhalten, noch immer drei Halveti-Zweige aktiv: die
Schabanis, die Dscherrahis und die Uschschakis. Sie gelten von
der Anzahl der Anhänger als der größte bestehende
Orden [tariqa]
in der
Türkei zu Beginn des 21. Jh.. n.Chr. wie auch auf dem auf
dem Balkan (z.B. Hayati-Halveti in Mazedonien).