Abu Abdullah Musa ibn Mahdi al-Hadi war der 4.
Kalif
der
Abbasiden als Nachfolger seiner Vaters
Mahdi ibn Masur. Er regierte von 785 bis zu seinem Ableben
786 n.Chr. wie bei den
Abbasiden üblich, nahmen sie als Throntitel die Namen bzw.
Titel
Zwölf Imame an, um eine Legitimität vorzutäuschen und die
im Widerstand zu ihrem Machtmissbrauch befindlichen
Schiiten positiv zu beeinflussen. Abu Abdullah Musa ibn
Mahdi nahm den von Titel von
Prophet Muhammad (s.) für seinen Urenkel vorgesehenen
Titel des
Imam Ali
al-Hadi al Naqi an, obwohl dieser noch gar nicht geboren
war. Einige Gelehrte werten dies als weiteren Beleg dafür,
dass die Namen aller
Zwölf Imame vor ihrer jeweiligen Geburt bekannt waren.
Gegen Ende der Regierungszeit des Vaters von
Kalif
al-Hadi, dem
Mahdi ibn Masur, bestätigte letzterer seinen ältesten Sohn
Musa al Hadi als Thronfolger und dessen jüngeren Bruder
Harun ar-Raschid als dessen Thronfolger. Es gab wohl aber
auch Interessen, die ein
Kalifat
von al-Haid verhindern wollten. Sie konnten sich aber zunächst
nicht durchsetzen.
Mit der Herrschaftsübernahme bemühte al-Hadi mit Hilfe von
Fadhl ibn ar-Rabi den Einfluss der Iraner, die die
Thronfolge von
Harun unterstützten, in der Reichsverwaltung zu begrenzen.
Als er versuchte,
Harun zum Verzicht seiner Ansprüche zu bewegen, wurde er
durch eine Verschwörung seinerseits ermordet.
Harun ar-Raschid konnte nun die ihm zugesprochene
Herrschaft antreten. Nach anderen Quellen (z.B.
Ibn Chaldun) wird aber behauptet, er sei eines natürlichen
Todes gestorben. Es ist aber davon auszugehen, dass solche
Quellen die Gewaltherrschaft
Haruns decken sollen.
Während Hadis Regierungszeit gab es mehrere Aufstände gegen
ihn, darunter ein bewaffneter Aufstand in
Medina,
der blutig zurückgeschlagen wurde. Überlebende Aufständische
flohen nach
Marokko und gründeten dort die so genannte Idrisi-Gemeinde.
Hadi hatte zudem Kämpfe mit
Chawaridsch und schlug einen Angriff der
Byzantiner zurück.