Abdulkarim Grimm
Abdulkarim Grimm

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1933 - 1.2.2009 n.Chr.

Muhammad Abdul Karim Grimm war einer der bedeutendsten deutschen Muslime der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg.

Er ist 1933 geboren und nahm als junger Ringkämpfer (Europameister 1956) den Islam an.

Anfang der 60er-Jahre stand er in einem winzigen Moschee-Häuschen an der Bornstrasse nahe der Hamburger Uni den Brüdern aus aller Welt als Imam zur Verfügung. Darüber hinaus half er den türkischen Brüdern beim Erwerb des Hammonia-Bads - heute Merkez Cami - in der Böckmannstrasse 40 nahe dem Hamburger Hauptbahnhof. Er war einer der ersten in Deutschland, der einen Prozess für die Einräumung der Erlaubnis zur Schächtung führte. Seinen Lebensunterhalt verdiente er als Seemann, Chiropraktor und Heilpraktiker.

Nachdem Abdul Karim Grimm ca. sieben Jahre lang verwitwet allein für seine Kinder gesorgt hatte, kam seine Tochter Nadija auf die Idee die bei den deutschsprachigen Muslimen aufgrund ihrer zahlreichen Aktivitäten bekannte Fatima den Vorschlag zu machen, von München nach Hamburg überzusiedeln und ihren Vater zu heiraten. Fatima Grimm (1960 Muslima geworden) kam mit ihrem noch in den Anfängen steckenden "Bavaria-Koran"-Projekt im Gepäck in die Stadt an der Alster und fand überall liebevolle Aufnahme. Fatima Grimm ist Autorin mehrerer Bücher.

Beide haben sich in islamischen Gemeinden, leiteten einen eigenen Gesprächskreis und saßen im Vorstand der Deutschen Muslim-Liga e.V.. Zudem war Abdulkarim Grimm sehr aktiv im Islamischen Zentrum Hamburg. Er war auch Vorsitzender der Deutsche Muslim-Liga e.V. Hamburg.

Am 1.2.2009 kehrte er nach langer Krankheit zu seinem Schöpfer zurück und wurde am 4.2.2009 im Friedhof Ohlsdorf Hamburg auf dem muslimischen Areal bei Kapelle 13 beigesetzt. Siehe dazu auch Bildergalerie zum Friedhof Ohlsdorf.

Seine sehr umfangreiche Bibliothek mit sehr seltenen Werken aus der Geschichte des Islam in Deutschland und sehr alten Originalen Qur'an-Übersetzungen ins Deutsche vermachte er vor seinem Ableben dem Islamischen Zentrum Hamburg.

In seinem Gartenhäuschen hatte  er sich mit Geschenken aus aller Welt, darunter auch eine Gebetsnische [mihrab] die die kleine  "Bauernrosenmoschee" eingerichtet.


1978