Ayatollah
Sayyid Abbas Hosseini Ghaemmaghami war in der Zeit
2004-2009 n.Chr. Leiter des
Islamischen Zentrums Hamburg.Er wurde in
Teheran geboren und begann sehr früh parallel zur regulären
Schulausbildung theologische Studien an der Teheraner
Theologischen Hochschule. Nach seinem Wechsel an die
Theologische Hochschule in
Qum
lernte er bei angesehen
Gelehrter [faqih] der Zeit. Seine Vertiefungen waren in
den
Bereichen Philosophie,
Mystik
und
Prinzipien des islamischen Rechts, worüber er mehrere
Fachbücher in diesen Bereichen publiziert hat.
In der Zeit 2004-2009 hatte er die Leitung des
Islamischen Zentrums Hamburg übernommen und sah nach
eigenem Bekunden eine seiner Hauptaufgaben im Ausbau eines
konstruktiven Dialogs mit anderen religiösen, kulturellen und
soziopolitischen Gruppierungen in Deutschland und Europa.
Kritiker warfen ihm vor, dass er diesem Teil seiner Aufgaben
zu viel Aufmerksamkeit widmete.
Im März 2009 wurde nach mehreren Anläufen und bereits
einigen gescheiterten Versuchen ein weiterer Versuch einer
Dachverbandsgründung der
Schiiten Deutschlands (Islamische
Gemeinschaft der schiitischen Gemeinden Deutschlands, IGS)
gestartet, dessen erster Vorsitzender er wurde.