Abul Qasim-e Ferdowsi ist 940 n.Chr. in Baz, einem Dorf im
Bezirk
Maschhad (dem ehemaligen
Tus) geboren und dort 1020 gestorben.
Sein Name "ferdowsi" ist eigentlich sein "Künstlername"
(der Paradiesische). Er gilt als einer der größten persischen
Dichter. Er war der Hauptautor des monumentalen iranischen
Epos "Schahname".
Ferdowsi war anfangs als Angehöriger einer wohlhabenden
Familie finanziell unabhängig, verarmte jedoch durch die
zunehmende Beschäftigung mit seinem Lebenswerk, das er ca. 976
begonnen hatte. Er stellte sich daraufhin unter den Schutz des
damals mächtigsten Herrschers der islamischen Welt, Mahmud von
Ghazna, der zahlreiche Künstler und Literaten, teils mit
Gewalt, an seinem Hof versammelt hatte, selbst aber als wenig
kunstsinnig galt. Ferdowsi reiste in seinem 65. Lebensjahr
nach Ghazna, um Mahmud sein Werk vorzulegen, dem dieser jedoch
wenig Beachtung schenkte. Als Grund für die Ablehnung des
Werkes werden oft die religiösen Differenzen des
Schiiten Ferdowsi mit dem
sunnitischen Mahmud genannt; aus diesem Grunde soll Ferdowsi nach
seinem Tod auch die Beisetzung auf einem
muslimischen
Friedhof
verweigert worden sein.
Die spirituellen Inhalte seiner Schriften waren jedem Leser eingänglich. Die
Schahname ist dennoch ein umfassendes Werk mit der Wiedergabe der Geschichte des
Irans. Deswegen wird die Schahname auch als ein wertvolles historisches Dokument
anerkannt.
Inzwischen hat aber auch die UNESCO die besondere Bedeutung der Schriften
Ferdowsis gewürdigt und den 15. Mai zum Welt-Ferdowsi-Tag ausgerufen. Auf Basis
seiner Gedichte wurden sogar Opern (z.B. Rostam & Sohrab) in der
westlichen Welt
komponiert. Eine Universität in
Maschhad wurde
nach ihm benannt.