Dschannat-ul-Mualla, auch bekannt als "al-Hadschun" ist der
älteste und berühmteste
Friedhof der
Muslime in
Mekka.
Der Friedhof liegt am Rand der Stadt geschützt von
Bergmassiven. Zu den berühmtesten Persönlichkeiten, die hier
beigesetzt sind gehören:
Chadidscha (a.),
Abu
Talib,
Abd
Manaf,
Haschim ibn Abd Manaf,
Abdulmutallib,
Abu
Talib,
Qasim ibn Muhammad und nach einigen Quellen auch
Amina
bint Wahb.
Die Gräber wurden im Laufe der Zeit mit immer schöneren und
ausgebauten Schreinen überbaut und geschmückt. 1543 n.Chr.
ließ
Süleyman I. insbesondere einen Schrein aus Stein über dem
Grab der
Chadidscha (a.) errichten. Zuvor befand sich an der Stelle
ein hölzernes Gebäude. Gemäß
Evliya Tschelebi (Çelebi) befanden sich im 17. Jh. n.Chr.
Vorort 75 Schreine. 1879 n.Chr. ließ
Abdülhamid II. alle bestehenden Schreine umfassend
restaurieren.
Nachdem aber die Stadt 1925 n.Chr. von
Abdulaziz al-Saud erobert wurde, zerstörte er, genau so
wie in
Dschannat-ul-Baqi, alle
Gräber
und darauf befindliche Grabsteine und Gebäude gemäß der
abgewichenen Vorstellung des
Wahhabismus, dass man
Gräber
nicht derart schmücken dürfe. Nichtsdestotrotz wurden die
Gräber
großer
islamischer Persönlichkeiten weiterhin von den Gläubigen
aufgesucht. Nach der Zerstörung in 1925 n.Chr. ordneten die
Wahhabiten zudem zunehmend striktere Schwierigkeiten zum
Besuch der
Gräber
an.

Die Schreine 1920 vor der Zerstörung: 1:
Aminas
Schrein, 2: Schrein der Onkel und weiterer Verwandten des
Propheten Muhammad (s.), 3: Schrein der
Chadidscha (a.).

1880 fotografiert von
Muhammad Sadiq Bey