Abu Abdurrahman Al-Chalil ibn Ahmad al-Farahidi, teil nur
bekannt als al-Farahidi, war ein Sprachwissenschaftler, der
die Regeln der arabischen Grammatik und Aussprache
niedergeschrieben hat.Al-Farahidi entstammt dem heutigen
Oman,
lebte und starb aber in
Basra
zwischen 777 und 791 n.Chr..
Als seine bekanntestes Werk gilt das Kitab al-'Ayn (Buch
des 'Ayn) [كتاب العين], das zum Wörterbuch der
arabischen Sprache avancierte. Er legte das Punktesystem
für die Buchstaben und die acht diakritischen Zeichen (kleine
Zeichen oberhalb und unterhalb der Schriftzeichen) im
Arabischen fest, die bis heute verwendet werden. Diese
Anstrengungen wurden unternommen da das fehlerfreie
Abschreiben des
Heiligen Qur'an nicht mehr hinreichend war, um die
fehlerfreie Aussprache in einer rapide wachsenden Gemeinschaft
sicher zu stellen. Das Werk wurde wahrscheinlich von einem
seiner Schüler, al-Layth ibn al-Muzaffar, vollendet. Das
Wörterbuch war nicht alphabetisch geordnet, sondern
phonetisch, nach der Aussprache des arabischen Alphabets
beginnend mit dem tiefsten in der Kehle artikulierten
Buchstaben (Ayn), woaruf auch er Name des Buches gründet, bis
zum letzten Buchstaben artikuliert mit den Lippen, dem م (mìm).
Zu Farahidis Schülern zählten unter anderen Sibawayh und
Al-Asma'i.