Ayatollah Muhammad Taqi Bahdschat Fumani gehörte zu den
Groß-Ajatollahs an der Islamisch-Theologischen Hochschule
in
Qum [houze-ilmi-qom].
Er selbst verwendet den Beinamen "Fumani" (aus Fuman) nicht.
Er ist 1913 n.Chr. in Fuman (Fouman) in der Provinz Gilan
geboren. Mit 14 Jahren reiste er nach
Kerbela, um dort seine Studien zu erweitern. Von dort
reist er nach
Nadschaf, wo er von
Ayatollah Mahmud Taleghani und Ayatollah Naeini lernte.
Bis zuletzt war er Lehrer an der Islamisch-Theologischen
Hochschule in
Qum [houze-ilmi-qom].
Als eines seiner Schwerpunkte galt die
Mystik
[tasawwuf]. So legt er großen Wert auf die
große Anstrengung [dschihad-ul-akbar]. So forderte er z.B.
seine Studenten auf, jeden Tag eine
Überlieferung aus dem Kapitel
große Anstrengung [dschihad-ul-akbar] des Buches
Wasail al-Schia zu studieren.
Seine besondere Nähe zur
Mystik
drückt sich auch in seiner besonders bescheidenen Lebensweise
aus, die er auch seinen Studenten nahe legt. Viele Seiner
Studenten unterstützen
Imam
Chomeini bei der
Islamischen Revolution und wurden dafür eingesperrt. Ihm
wird nachgesagt, dass er hellseherische Fähigkeiten besaß.
Seine Darlegungen gelten als sehr vertieft. So versteht er
z.B. die
Gebetsrichtung [qibla] als Symbol dafür, dass der Betende
beim
Ritualgebet tatsächlich in die
Geweihte Moschee [masdschid-ul-haram] eintritt.
1994 n.Chr. gehörte er zu einer Initiative von
Gelehrten [faqih] in der Islamisch-Theologischen
Hochschule in
Qum [houze-ilmi-qom],
die
Imam Chamene'i darum baten, die Bürde des
Vorbildes der Nachahmung auf sich zu nehmen und engagierte
sich dafür.
Zu den vielen Werken, die er hinterlassen hat, gehören "Wasilata-Nadschah"
und "Dchamatul Masail". Gemäß seinen Anhängern
verfügte er über die Fähigkeit der
Bilokation.
Er starb am 16.5.2009 in einem Krankenhaus in
Qum.
Imam Chamene'i hat zu seinem
Dahinscheiden kondoliert.
