Al-Aqsa
Al-Aqsa-Moschee

Aussprache: al-masdschid al aqsa
arabisch:
المسجد الأقصى
persisch:
مسجد الأقصى
englisch: Al-Aqsa Mosque

Bild: Altpersische Miniatur von 1586 n.Chr.: Prophet Muhammad (s.) bei seinem Zwischenhalt in der Al-Aqsa Gebetsstätte nach seiner Nachtreise vor seiner Himmelfahrt, Topkapi Museum Istanbul

Die al-Aqsa-Moschee, was „Die entfernteste Moschee“ bedeutet, ist eine Moschee auf dem Berg in der Jerusalemer Altstadt, welchen die Juden als Tempelberg bezeichnen. Sie gilt nach der Kaaba und der Prophetenmoschee als drittwichtigste Moschee im Islam. Sie wird explizit im Heiliger Qur'an im Zusammenhang mit der Nachtreise und der Himmelfahrt des Prophet Muhammad (s.) am Anfang der Sure über die Nachtreise (17) erwähnt. "Preis dem, der seinen Diener des Nachts von der heiligen Moschee (der Kaaba) zur fernsten Moschee (al-Aqsa) führte, deren Umgebung wir gesegnet haben, um ihm (Muhammad (s.)) unsere Zeichen zu zeigen" (Sure 17,1). Mit "Moschee" ist dabei "Stätte der Niederwerfung" oder "Haus Gottes" im allgemeinen Sinn gemeint, da sich damals an der Stelle vermutlich eine Kirche befand.

Zur Moschee im heutigen Sinn wurde es ca. 30 Jahre nach dem Bau des Felsendoms. Walid ibn Abdalmalik ließ im Jahre 711 angeblich auf die dort stehende Basilika St. Maria eine Moscheekuppel auf das Dach setzen, welche damit zu einem "Ort der Niederwerfung" vor Allah wurde.

1969 erfolgte ein Brandanschlag auf die al-Aqsa-Moschee, bei dem unter anderem die Dekoration der Gebetsnische in der Südwand stark beschädigt und der Kanzel mit seiner wunderschönen Intarsienarbeit aus Zedernholz zerstört wurde. Beides waren Geschenke von Sultan Saladin.


Al-Aqsa-Moschee


Ansicht auf Altstadt in Jerusalem mit Al-Aqsa-Moschee (Links mit silberner Kuppel) und Felsendom (recht mit goldener Kuppel)


Bild: Al-Aqsa Moschee, Palästina in Bildern, Sven Hedin, München 1929


Kupferstich über die Al-Aqsa-Moschee von 1890

Siehe auch Bildgalerie al-Aqsa-Moschee und Bildgalerie Jerusalem 1929. Ein maßstabsgetreues Miniaturmodell der Al-Aqsa ist in Miniatürk ausgestellt.