Die al-Aqsa-Moschee, was „Die entfernteste Moschee“ bedeutet,
ist eine Moschee auf dem Berg in der
Jerusalemer Altstadt, welchen die
Juden
als Tempelberg bezeichnen. Sie gilt nach der
Kaaba
und der
Prophetenmoschee als drittwichtigste
Moschee im
Islam.
Sie wird explizit im
Heiliger Qur'an im Zusammenhang mit der
Nachtreise und der
Himmelfahrt des
Prophet Muhammad (s.) am Anfang der
Sure
über die
Nachtreise (17) erwähnt. "Preis dem, der seinen Diener
des Nachts von der heiligen Moschee (der
Kaaba)
zur fernsten Moschee (al-Aqsa) führte, deren Umgebung wir
gesegnet haben, um ihm (Muhammad
(s.)) unsere Zeichen zu zeigen" (Sure
17,1). Mit "Moschee" ist dabei "Stätte der Niederwerfung"
oder "Haus Gottes" im allgemeinen Sinn gemeint, da sich damals
an der Stelle vermutlich eine Kirche befand.Zur Moschee im
heutigen Sinn wurde es ca. 30 Jahre nach dem Bau des
Felsendoms.
Walid ibn Abdalmalik ließ im Jahre 711 angeblich auf die
dort stehende Basilika St. Maria eine Moscheekuppel auf das
Dach setzen, welche damit zu einem "Ort der Niederwerfung" vor
Allah wurde.

1969 erfolgte ein Brandanschlag auf die al-Aqsa-Moschee,
bei dem unter anderem die Dekoration der
Gebetsnische in der Südwand stark beschädigt und der
Kanzel
mit seiner wunderschönen Intarsienarbeit aus Zedernholz
zerstört wurde. Beides waren Geschenke von
Sultan Saladin.

Al-Aqsa-Moschee

Ansicht auf Altstadt in
Jerusalem mit Al-Aqsa-Moschee (Links mit silberner Kuppel)
und
Felsendom (recht mit goldener Kuppel)

Bild: Al-Aqsa Moschee, Palästina in Bildern,
Sven Hedin, München 1929

Kupferstich über die Al-Aqsa-Moschee von 1890
Siehe auch
Bildgalerie al-Aqsa-Moschee und
Bildgalerie Jerusalem 1929. Ein maßstabsgetreues Miniaturmodell der
Al-Aqsa ist in
Miniatürk ausgestellt.