Alexander der Große
Alexander der Große

Aussprache: al iskandar
arabisch:
الإسكندر
persisch:
اسکندر مقدونی
englisch: Alexander the Great

20.7.356 v.Chr. - 10.6.323 v.Chr.

Bild: „Alexanderschlacht“ (Reste eines Mosaik, Pompeji, ca. 150–100 v. Chr.)

Alexander der Große war ein griechisch-makedonischer König und Herrscher des Korinthischen Bundes.

Alexander dehnte die Grenzen des Reiches, das sein Vater Philipp II. aus dem vormals eher unbedeutenden Kleinstaat Makedonien sowie mehreren griechischen Poleis errichtet hatte, durch den Alexanderzug nach Persien und Ägypten und bis an den indischen Subkontinent aus. Durch die Unterwerfung von Ägypten wurde er auch zum Pharao. Er war der Herrscher des damals größten Reichs. Mit seinem Regierungsantritt wird auch der Beginn eines neuen Zeitalters verbunden, der des Hellenismus.

Nach manchen Qur'an-Kommentatoren ist Alexander der Große im Heiligen Qur'an erwähnt als Dhul-Qarnain (a.) erwähnt, wofür es aber keine islamische Rechtfertigung gibt.

In der persischsprachigen Literatur erscheint er oft als ein edler, sympathischer, nut der Philosophie vertrauter Eroberer. In der Legende von der Niederlage des achämenidischen Herrschers Darius wird seine Ritterlichkeit hervorgehoben. Darius war nach der Niederlage seiner Armee, die in der Mininatur von Scheich Zadeh dargestellt ist (siehe unten), von zwei seiner eigenen Männer, die sich bei Alexander einschmeicheln wollten, tödlich verletzt worden. Der Sieger aber ging zu dem sterbenden Kaiser, versprach, seine Macht wiederherzustellen und alles für seine Genesung zu tun, und befahl, die Verräter zu hängen. Trotz aller Hilfe verschied Darius.

Eine Scheich Muhammad zugeschriebene Miniatur (s.u.) zeigt die Trauer um den Tod Alexanders. Diese Miniatur ist die letzte in Dschamis Werk Haft Aurang.