Abdurrazzaq ibn Hammam ibn Nafi al-Himyari al-Sanani war ein bekannter
Überlieferer [rawi], der sowohl bei
Sunniten als auch bei
Schiiten als glaubwürdig eingestuft wird. Er ist bekannt
als Abul-Aswad al-Duali.Abdurrazzaq ibn Hammam ist einer
der
schiitischen Würdenträger aus
Sanaa,
der u.a. bei
Ibn Qutaiba in seinem "Ma´arif" erwähnt wird .
Ibn al-Athir erwähnt ihn im sechsten Band seines "al-Tarich
al-Kamil", wonach er 211
n.d.H. gestorben sein soll. Geboren wurde er 126
n.d.H.. Er studierte bis zum Alter von 20 Jahren des
Islam
und war ein
Gefährte von
Imam
Sadiq (a.) für 22 Jahre. Er starb während der ersten Tage
des
Imamats von
Imam Muhammad al-Dschawad (a.).
Al-Dhahabi bezeichnet ihn als Lehrer von Abu Bakr
al-Himyari. Zahlreiche
Überlieferer [rawi], darunter
Muslim und
Ahmad ibn Hanbal, beziehen sich auf ihn.
Yahya ibn Mu'in fragte ihn einst: "Deine Lehrer wie
Muammar, Malik, Ibn Dschu-raih, Sufyan, al-Awza´i sind doch
allesamt
Sunniten, wo hast Du die Sekte der
Schia kennen gelernt?" Er antwortete: "Dschafar
ibn Sulaiman al-Dhabi besuchte uns einstmals, und ich habe
ihn als tugendhaft und rechtgeleitet erkannt, und ich habe
Schia von ihm gelernt.". Allerdings glaubt Muhammad
ibn Abu Bakr al-Muqaddami, dass jener
Dschafar ibn Sulaiman selbst die
Schia von Abdurrazzaq gelernt habe und verurteilte
Abdurrazzaq aus diesem Grund.
Muchlid al-Schuairi erzählte, dass er in der Anwesenheit
von Abdurrazzaq war, als ein Mann
Muawiya erwähnte. Abdurrazzaq sagte daraufhin: "Störe
unsere Sitzung nicht mit der Erwähnung der Nachkommen von
Abu
Sufyan." Zaid ibn al-Mubarak hat gesagt: "Wir waren einst
in der Gesellschaft von Abdurrazzaq, als wir die Überlieferung
von al-Hadthan wiederholten, in der es heißt: ‚Als Umar zu
Ali und al-Abbas sprach: ‚Du bist gekommen, um die Erbschaft
Deines Neffen einzufordern, während jener Mann gekommen ist,
um das Erbe seiner Ehefrau einzufordern, dass ihr Vater
hinterlassen hat’.“ Da unterbrach Abdurrazzaq, indem er
sagte: "Seht nur diesen schamlosen unverfrorenen Mann, der
die Begriffe "Neffe" und "Vater" gebraucht anstatt "Gesandter
Allahs! (s.)"."
Trotz alldem haben alle Sammler von Überlieferungen seine
Überlieferungen aufgezeichnet und seiner Person vertraut. Alle
Sechs Bücher [al-kutub as-sitta] beinhalten
Überlieferungen von ihm.
Sayyid Abdalhussain Scharaffuddin al-Musawi erwähnt ihn in
seinem Werk "Die
Konsultation [al-muradschaat]" (in der 16.
Konsultation) als einen der
schiitischen
Überlieferer [rawi], die auch für
Sunniten glaubhaft waren.